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Tarifeinigung für Arbeitnehmer im Nah-, Regional- und Reiseverkehr der Mecklenburg-Vorpommerschen Omnibusunternehmen erzielt.
Lohnsteigerung bis zu 6,2 %

Am 22. Februar 2017 konnten sich der Verband Mecklenburg-Vorpommerscher Omnibusunternehmen e.V. (mVo) und die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) auf einen neuen Tarifabschluss einigen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Lohnsteigerung um bis zu 6,2 %

Entgeltgruppe I bis III:

Ab dem 01.05.2017 steigt der Stundenlohn um 2,2 %. und ab dem 01.05.2018 um weitere 2,0 %, und ab dem 01.05.2019 um weitere 2,0 %, also insgesamt um „6,2 %".

Entgeltgruppe IV – VII:

Ab dem 01.05.2017 steigt der Stundenlohn um 2,2 %, ab dem 01.05.2018 um weitere 1,5 % und ab dem 01.05.2019 um weitere 1,5 %, also insgesamt um „5,2 %".

Das bedeutet z.B. für einen Omnibusfahrer nach einer Beschäftigungszeit von 2 Jahren einen Stundenlohn ab dem 01.05.2017 von 12,55 € ab dem 01.05.2018 dann 12,80 € und ab dem 01.05.2019 ein Stundenlohn von 13,06 €.

Verbesserungen und Regelungen bei der Entgeltfortzahlung bei Krankheit.

Zahlung einer Zulage bei geteilten Schichten von 2,00 €

Erhöhung der Jubiläumszuwendung auf bis zu 700,00 €

Mitglieder der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) erhalten jährlich vier Tankgutscheine in Höhe von jeweils 44,00 €. Insgesamt also 176,00 € im Jahr

Die Ausbildungsvergütungen steigen ab dem 01.05.2017 bis zum 01.05.2019 ebenfalls um

bis zu 6,2 %

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Firmen Becker-Strelitz Reisen, B.B. Reisen, BSR Verwaltung und des Verkehrsunternehmen Unger.

In vielen Einzelgesprächen mit Ihrem Arbeitgeber haben Sie nun schon ein höheres Entgeltangebot als den bisher gezahlten Stundenlohn bekommen. Hierfür können Sie sich bei einer Kollegin und einigen Kollegen bedanken, die auch unter der Gefahr des Arbeitsplatzverlustes ihre Rechte eingefordert haben. Dafür meinen aufrichtigsten Dank an diese Kollegin und die Kollegen.

Ihren persönlichen Dank an diese Kollegin und diese Kollegen können Sie damit weitergeben, indem Sie bei der anstehenden Betriebsratswahl auch genau diese Kollegin und diese Kollegen mit Ihrer Stimme unterstützen. Sie können dann sicher sein, dass sich der Betriebsrat für Ihre Rechte einsetzen wird.

Verzichten Sie nicht auf Ihren tariflichen Anspruch. Denken Sie auch an Ihre Familien.

Das tarifliche Entgelt und die weiteren tariflichen Regelungen geben auch Ihnen soziale Sicherheit und steigern Ihre Lebensqualität. Jeder Verzicht auf Tarifentgelt bedeutet auch ein erhöhtes Risiko der Altersarmut durch geringere Beiträge in die Rentenversicherung. Lassen Sie sich nicht einschüchtern und fordern Sie Ihre Rechte. Wir unterstützen Sie!

Verantwortlich:  Jörg Stadler

 

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Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler