nord.goed-online.de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Tarifabschluss für die Sicherheitswirtschaft in  Niedersachsen

Die Gewerkschaft GÖD und der Arbeitgeberverband der Sicherheitswirtschaft BDSW-Niedersachsen haben sich nach teilweise zähen Verhandlungen auf einen Tarifvertrag einigen können. Die bedeutende Anhebung des rentenversicherungspflichtigen Einkommens in den untersten Lohngruppen ist auch ein Beitrag gegen drohende Altersarmut.

München/Hannover – Die Vertreter des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) Niedersachsen und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst- und Dienstleistungen (GÖD) trafen sich Ende November in Hannover zu Verhandlungen der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe. Die Tarifforderung der GÖD zu den Einkommen lautete im Kern auf eine Erhöhung der Entgelte insbesondere im Bereich der untersten Lohngruppen.

Nach schwierigen Verhandlungen mit mehrfachen Unterbrechungen für interne Beratungen haben sich GÖD und BDSW auf folgende Eckpunkte geeinigt:

,Anhebung der Löhne für Beschäftigte im Objektschutz /Separatwachdienst sowie Sicherheitsmitarbeiter im Kontroll- und Veranstaltungsdienst um bis zu 9,9%.

,Anhebung der weiteren Entgelte um 2,1 bis 3,9%

Aufgrund der außerordentlichen Erhöhung beim Stundenlohn der untersten Lohngruppen haben wir einer Absenkung des Sonntagszuschlages auf 25 % und des Feiertagszuschlages für Arbeit an gesetzlichen Feiertagen - auf 50 % zugestimmt. Dadurch steigt das sozialversicherungspflichtige Einkommen, welches sich für die betroffenen rentensteigernd auswirken wird.

Dies gilt nur für die genannten Lohngruppen. Alle anderen erhalten den bisherigen Zuschlag für Sonn- und Feiertage.

Die GÖD hat damit erste Schritte in die richtige Richtung getan, indem durch die Tarifeinigung auch die untersten Einkommen über acht Euro ansteigen. Weiterhin wird durch die höheren versicherungspflichtigen Einkommen ein nicht unwesentlicher Beitrag zur Bekämpfung der Altersarmut geleistet.

 

Hauptmenü


Schlagzeilen

UNZULÄSSIGKEIT SOGENANNTER ABSTANDSKLAUSELN

Das BAG hat in seiner Entscheidung vom 23.3.2011 - 4 AZR 366/09 entschieden, dass es unzulässig ist, in einem Tarifvertrag einen festen Abstand von Sonderleistungen festzuschreiben, der als fester "Vorsprung" nur Gewerkschaftsmitgliedern zusteht. Demgegenüber ist eine tarifvertragliche Klausel, in der eine Sonderleistung für Gewerkschaftsmitglieder vereinbart ist, (sog. einfache Differenzierungsklausel), zulässig und wirksam (BAG v. 18. März 2009, 4 AZR 64/08)