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Tarifverhandlungen bei „Junge Menschen in offener beruflicher Bildung GmbH (JobB GmbH)" abgeschlossen

ZFoto - Tarifabschluss bei JOB Bwischen „Junge Menschen in offener beruflicher Bildung GmbH (JobB GmbH), Hans-Detlev-Prien-Str. 10, 24106 Kiel und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) Pelkovenstraße 51, 80992 München wurde der Tarifvertrag Vergütung neu vereinbart.

Ergebnis:

Einmalzahlung von 100,00 €

die Grundvergütungen werden um 3,75 % erhöht

Fünf Tankgutscheine in Höhe von 44,00 € pro Jahr steuerfrei

Details:

Alle zum 01.07.2015 beschäftigten Arbeitnehmer erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 100,00 € je Vollzeitstelle. Nichtvollbeschäftigte erhalten den Anteil, der ihrer

vertraglichen Arbeitszeit verglichen mit der tariflichen Arbeitszeit entspricht.

Zum 01.07.2015 werden sämtliche Grundvergütungen um 1,5% erhöht.

Zum 01.07.2016 werden sämtliche Grundvergütungen um 1,25% erhöht.

Zum 01.07.2017 werden sämtliche Grundvergütungen um 1,0% erhöht.

Die Arbeitnehmer/innen der JobB GmbH erhalten anteilig ihrer Arbeitszeit im laufenden Jahr

5 Tankgutscheine in Höhe von 44,00 € steuerfrei für übergeleitete Beschäftigte und 4 Tankgutscheine in Höhe von 44,00 € steuerfrei für nicht übergeleitete Beschäftigte.

Teilzeitbeschäftigte jedoch mindestens 22,00 €

Bildunterschrift:

Von links: Herr Stadler (stellv. Bundesvorsitzender GÖD), Herr Timm (Bezirksvorsitzender GÖD), Herr Kuntzmann (WAK Kiel), Herr Osbahr (Geschäftsführer Job B), Frau Sölter (Tarifbeauftragte GÖD) und Frau Eilers (Tarifbeauftragte GÖD).

 

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Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler