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Tarifabschluss PATT 2018Tarifabschluss PATT

Tarifabschluss mit dem PARITÄTischen Arbeitgeberveband PATT e.V.
Ab Juli 2018 mehr Geld für Beschäftigte der Sozialwirtschaft bei PATT 

nach den Forderungen der GÖD Tarifkommission, die Tabellenentgelte um 7 Prozent anzuheben, konnte nach mehreren Gesprächs- und Verhandlungsrunden eine Anhebung der Tabellenentgelte um 6,6 Prozent in zwei Schritten ausgehandelt werden. 

v.l.: Jörg Stadler, Tarifbeauftragter und Stv. Bundesvorsitzender der GÖD, Sabine Ruhe, Geschäftsführerin PATT

 

  • Ab 1. Juli 2018 erhalten alle Beschäftigten eine Erhöhung um 3 Prozent

  • Ab dem 1. Juli 2019 gibt es weitere 3,6 Prozent

  • Für die Auszubildenden gibt es ab dem 1. Juli 2018 für das Ausbildungs-jahr 2018/19 eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 50,00 Euro pro Monat.  

Die Tarifparteien haben sich zusätzlich auf eine besondere Erhöhung der Entgelte für die Hilfskräfte in der Pflege verständigt. Sowohl die Vertreter der Arbeitgeber als auch die der GÖD waren sich einig, dass insbesondere für diese Beschäftigten erheblicher Handlungsbedarf besteht. 

  • Ab dem 1. Januar 2019 werden alle Hilfskräfte in der Pflege in die höhere Entgeltgruppe III eingruppiert und bekommen damit deutlich mehr Geld. Das gilt nicht nur für die Neueinstellungen, sondern auch für die bestehenden Eingruppierungen, wobei die jeweilige Entgeltstufe beibehalten wird.

Die Vertragsparteien haben sich auf die Überarbeitung der Eingruppierungsmerkmale bis Ende 2018 verabredet. Dazu werden GÖD und PATT Arbeitsgruppen bilden mit dem Ziel, eindeutige Formulierungen bei den Merkmalen auszuarbeiten. Damit sollen derzeit noch bestehende Auslegungsspielräume beseitigt werden. 

 

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Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler